Kommen Entspannung und Ruhe bei Ihnen einfach zu kurz? Dann ist es Zeit zum Auftanken. Bauen Sie sich trotz des knappen Zeitplans kurze Entspannungsoasen im Alltag ein und versuchen Sie, mit den folgenden Tipps abzuschalten.
1. Einfach richtig durchatmen
Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und achten Sie nur auf Ihre Aus- und Einatmung. Im Stress ist die Atmung oftmals zu schnell und flach. Obwohl die Atmung das wichtigste Lebenselixier enthält, schenken wir ihr, insbesondere in Stresssituationen, viel zu wenig Aufmerksamkeit. Die Folgen sind Energieverlust, Denkblockaden, Angst und Stress. Eine tiefe, bewusste Atmung ist im Grunde eine einfache Art, um Spannungen und Angstgefühle loszuwerden.
Mit folgender Übung, der sogenannten Bauchatmung, können Sie gezielt entspannen: Setzen Sie sich aufrecht hin, beide Füße am Boden. Atmen Sie einige Atemzüge sanft durch die Nase ein und aus. Schließen Sie ihre Augen und lenken Sie ihre Aufmerksamkeit zu ihren Füssen. Nehmen Sie den Boden unter ihren Füßen bewusst wahr. Atmen Sie tief und langsam aus, lassen Sie dabei ihre Schultern tief sinken und entspannen Sie ihr Gesicht. Erlauben Sie, dass die Entspannung ihren ganzen Körper ergreift, ihn vom jeglichem Stress und Anspannung reinigt. Legen Sie ihre Hände unterhalb ihres Bauchnabels auf den Bauch und lenken Sie ihre Atmung in ihre Hände, so dass Sie spüren wie sich ihre Hände dabei heben und senken. Entspannen Sie sich und treten Sie immer tiefer ins Reich der Stille und Ruhe ein. Machen Sie das einige Atemzüge lang, bis Sie merken, wie Sie sich entspannen. Die bewusste Atmung bringt Sie in den gegenwärtigen Moment und gibt ihnen den nötigen Raum zum Durchatmen.
Da im Stress der Geist sehr unruhig ist empfehle ich den Atem in Gedanken zu begleiten: beim Einatmen sagen Sie sich in Gedanken: “ich atme ein”, beim Ausatmen “ich atme aus”. Probieren Sie es aus! Sie werden sehen, wie sich Entspannung und Ruhe in ihrem Körper ausbreiten. Ob unterwegs oder zu Hause im Liegen, die bewusste Atmung hilft ihnen, Stress abzubauen, den Geist zu beruhigen und sich zu entspannen.
2. Mit Kräutern zum Wohlbefinden
Egal ob in einer Tasse Tee oder mit Schaum in der Badewanne – Lavendel wirkt harmonisierend, entspannend und beruhigend. Auch Melisse und Hopfen wirken wohltuend und helfen ihnen, sich zu regenerieren. Übergiessen Sie die Kräuter mit kochendem Wasser und lassen Sie sie ca. 10 Minuten für eine leckere Tasse Tee ziehen.
Wenn Sie ein wenig mehr Zeit haben, gönnen Sie sich ein warmes Bad. Dazu eignen sich ätherische Öle als Badezusätze, die sich bei 38 Grad optimal entfalten. Während 20 Minuten können Sie abschalten und sich vom Wasser tragen lassen. Sie können sich ihren Atem als ein Mittel vorstellen, mit dem Sie sich von innen her reinigen, also alles aus ihnen herauszulassen, ausatmen, was Sie in diesem Moment nicht brauchen. Stellen Sie sich dabei vor, wie Sie alle ihre Sorgen, Gedanken ausatmen und frische lichtvolle Energie einatmen. Nutzen Sie ihre Atmung als Instrument, das ihnen hilft Geist, Körper und Seele zu beobachten. Durch die wohltuende Wärme und die entspannenden Düfte finden Sie zu ihrer inneren Ruhe.
3. Detox
An schlechten Tagen, welche meistens mit Stress verbunden sind, wirkt das richtige Essen stressregulierend und schützt gleichzeitig ihre Gesundheit. Denn psychischer sowie auch physischer Stress, lösen in ihrem Körper freie Radikale aus, die den Zellen schaden, Sie altern lassen und verantwortlich für viele Gesundheitsbeschwerden sind. Mit einer ordentlichen Portion Antioxidantien in ihrer Nahrung wirken Sie den schädlichen Stoffen entgegen. Planen Sie Detox Tage in ihre Woche ein, einmal in der Woche genügt. Mit einer Reinigung von Innen, kehren Energie und Form wieder zurück. Wer Detoxt, verzichtet für eine Weile komplett auf übersäuernde Nahrungsmittel wie: Fleisch, Käse, Milch, Weissmehl, Süssigkeiten, Alkohol, Kaffee und schwarzen Tee.
Obst und Gemüse sind reich an Vitaminen sowie Spurenelementen wie Selen und Zink, die allesamt antioxidativ wirken. Ein Smoothie mit Brokkoli, Apfel und Ingwer eignen sich hervorragend dazu. Fügen Sie etwas Zitronensaft, Chia Samen, Goji Beeren und Wasser bei und Sie haben den perfekten Start in den Tag. Dazu brauchen Sie nur noch genügend Wasser zu trinken, um die Schadstoffe auszuschwemmen, mindestens 2 Liter am Tag. Beginnen Sie schon den Morgen damit 2dl ausgekochtes, lauwarmes Wasser zu sich zu nehmen und schon wird sich ein angenehmes Wohlgefühl ausbreiten.
4. Yoga als Ausgleich
Auch wenn Sie viel um die Ohren haben, nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für Bewegung. Joggen, Schwimmen, Walken oder Yoga sind gute Stressventile, da sie Stresshormone abbauen und Glückshormone freisetzen. Bewegung hilft uns nicht nur abzuschalten, sondern ist oft besser als jedes Medikament oder Suchtmittel. Wenn möglich gehen Sie in die Natur an die frische Luft. Jegliche Bewegung durchflutet ihren Körper mit Wohlbefinden, harmonisiert Körper und Geist, was wiederum ihre Widerstandskraft im Alltag stärkt. Vielleicht brauchen Sie ein wenig Mut, etwas Neues zu beginnen, doch was kann da schon schiefgehen? Alte Muster zu verlassen, kann ganz schön befreiend und stärkend wirken! Setzen Sie sich dabei nicht unter Druck und schon kleine Ziele führen zum Ziel, denn oft ist weniger mehr! In dem Sie erst mal jeden Sonntag eine halbe Stunde spazieren gehen, was Sie sonst nie tun, haben Sie schon viel für ihre Gesundheit getan.  Mit der Zeit können Sie ihre Bewegung steigern. Probieren Sie mal einen Yoga Kurs aus. Regelmässiges praktizieren harmonisiert Körper, Geist und Seele auf eine Ganzheitliche Art. Sie gewinnen mentale Stärke und mehr Gelassenheit in ihrem Alltag.
5. Mentalwerkzeug: Body Scann
Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Mit einfachen Übungen nutzen Sie die Kraft ihrer Gedanken für mehr Ruhe und Entspannung. Legen Sie sich in einer freien Minute hin. Achten Sie darauf, dass Sie sich bequem in einem ruhigen, warmen Raum platzieren, sodass Sie ihre Aufmerksamkeit ganz auf ihren Körper lenken können. Beginnen Sie mit ihrem linken Fuss und sagen Sie sich gedanklich, dass er ganz schwer und entspannt wird. Unsere eigene Stimme hat mehr Einfluss auf unser Unterbewusstsein als jede andere. Die Muskeln werden ganz weich und entspannt. Wandern Sie mit ihren Gedanken weiter zum linken Unterschenkel, Oberschenkel, dann rechter Fuss und Bein, anschliessend hoch zum Becken, Rücken, linker -, dann rechter Arm, weiter zum Schultergürtel Nacken, dann zum Kopf, Gesicht, Brust und Bauch, sodass ihr ganzer Körper entspannen kann. Die Übung wirkt auch wunderbar bei Einschlafproblemen.
6. Entspannung auf Knopfdruck
Noch einfacher als mentales Training ist folgende Übung: Gähnen. Ja genau, so simpel wie es klingt – das Gähnen wirkt als Tiefenatmung sehr entspannend. Nicht umsonst fordern auch Yogalehrer ihre Schüler stets dazu auf, einmal ganz bewusst und herzhaft zu gähnen. Die O2-Zufuhr macht ausserdem frisch und locker. Mit diesen einfachen Tipps können Sie mit minimalem Aufwand ganz entspannt den Tag starten.
Nehmen Sie sich wieder einmal Zeit für sich und entspannen Sie ganz bewusst. Ein entspannter Geist arbeitet viel klarer und ist häufig der Ursprung der besten Ideen.
Namastè Ihre
Nena Sulser
Dipl. Yogateacher 600h YS/EYU